Wirbelsäulenaufrichtung/ Atlasbegradigung

Fast jeder von uns hat Probleme mit der Wirbelsäule und vor allem mit dem Genick, dem 1. und dem 2. Halswirbel: dem Atlas und dem Axis.

 

Ursachen:

Die ersten Probleme können bereits im Mutterleib bzw. beim Geburtsvorgang entstehen. Im Kindesalter folgen Stürze vom Wickeltisch, Klettergerüst oder Treppen, später folgen Rempeleien auf dem Schulhof, Verkehrsunfälle, Stürze beim Skifahren, Inlineskaten, Eislaufen oder vom Pferd. Aber auch schweres Heben, Gegenstände, die auf den Kopf fallen und Vollnarkosen (mit Überstrecken des Genicks) können dazu führen, dass die Bänder, die an den beiden oberen Wirbeln ansetzen und diese in ihren Bewegungen stabilisieren sollen, überdehnt sind und an Festigkeit einbüssen. Atlas und Axis arbeiten daher nicht mehr exakt miteinander.

 

Folgen:

All die wichtigen Blutbahnen und Nervenstränge und die benachbarten Regionen des Gehirns können durch unnatürliche Bewegungen der Wirbel gedrückt, gerieben oder im schlimmsten Fall sogar abgeklemmt werden.

 

Häufige Beschwerden und Krankheiten (gem. Dr. Bodo Kuklinski):

- Gedächtnis und Konzentrationseinbussen

- Rücken- und Wirbelschmerzen

- Regelprobleme und Endometriose

- Muskelschwäche, -schmerzen, - verhärtung

- Morgendliche Benommenheit/ Gelenkschmerzen

- Sodbrennen, Reflux

- Sehstörungen, Schleier-, Verschwommensehen, Schwindel

- Tinnitus

- Reizblase

- Migräne, Trigeminusneuralgien

- Herzjagen und -stolpern

- Laktose- Gluten- oder Fruktose-Intoleranz

- Spannungs- und Clusterkopfschmerzen

- Multiple Chemikalien-Empfindlichkeit (MCS)

- Reizdarm 

- Allergien und allergische Hauterkrankungen

und vieles mehr.

 

Zum Einen können die verrutschten oberen Halswirbel auf Hirnnerven treffen, welche für die Sinneneindrücke (Riechen, Sehen, Gleichgewicht und Hören etc.) zuständig sind und diese manipulieren. So kann es z.B. sein, dass es zu einer Überempfindlichkeit gegen Gerüche kommt. Der Geruchssinn kann aber auch falsche Gerüche melden oder ganz verloren gehen. 

 

Zum Anderen kann es zu einer Reizung des Sympathicus kommen. Dies hat zur Folge, dass der Körper zu viel Magnesium, Kalium und Zink über den Urin ausscheidet. Dies wiederum kann z.B. zu Herzrhythmusstörungen führen.

Der Zinkmangel beeinträchtigt auch die Vitamine B1 (Energiestoffwechsel) und B6 (Aufbau von Aminosäuren für Proteine), vermindert den Schutz des Körpers gegen freie Radikale, steigert die Bildung des weiblichen Hormons Östrogen und vermindert die Wirksamkeit von Verdauungsenzymen im Darm, so dass es zu Verdauungsstörungen kommen kann. Dies kann zu Reizdarm, Unverträglichkeiten gegen viele Lebensmittel oder entzündlichen Darmerkrankungen (Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn) führen. Ausserdem kann der Zinkmangel Fettansatz begünstigen.

 

Das wiederholte mechanische Reiben der falsch stehenden Halswirbel an den Nerven kann auch zu Entzündungen führen. Dies führt oft zu einem Anstieg von Histamin im Körper. Die Entzündungen können auch dazu führen, dass Knorpel und Bindegewebe langsam zerstört werden. Somit kann es zu Bandscheibenschäden, Wirbelgleiten und Meniskusrisse nach geringen Bewegungen kommen.

 

Ein anderer wichtiger Bestandteil einer Entzündungsreaktion ist Stickstoffmonoxid, kurz Stickoxid (NO).

Ist NO durch Dauerentzündungen im Übermass im Körper vorhanden, wird an den Stellen, wo es für wichtige Funktionen im Körper benötigt wird, nicht mehr zusätzlich produziert. Dies kann z.B. zu einem Herzinfarkt führen. Ausserdem hemmt NO den Abbau von Cholesterin, was wiederum zu Herzinfarkt oder Schlaganfall führen kann.

Somit erhöht eine instabile Halswirbelsäule also das Risiko für diese bei uns so weit verbreiteten Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems.

 

Ausserdem bilden die Entzündungszellen Superoxid als Abwehrmassnahme. Reagiert das NO mit dem Superoxid bildet sich Peroxinitrit, welches wiederum mit bestimmten Aminosäuren reagiert oder auch sonst schädlich im Körper eingreift. Zum Beispiel greift Peroxinitrit das Hirngewebe an. Viele Forscher machen Peroxinitrit für die Entstehung von Alzheimer und Multipler Sklerose verantwortlich.

 

Grosse Mengen NO im Körper verursachen wenig Energie in den Zellen, denn viele Enzyme, die für die energieproduzierenden Vorgänge in den Mitochondrien ('Kraftwerke in unseren Zellen') notwendig sind, werden von NO blockiert. Und wenn die Zellen nicht genug Energie produzieren können, dann haben unsere Gewebe und Organe aus diesen Zellen zu wenig davon. Das kann sich z.B. in chronischer Müdigkeit, Muskel- und Konzentrationsschwäche zeigen.

 

Der Stoffwechsel in den Mitochondrien läuft völlig falsch. Immer mehr Mitochondrien in den Zellen gehen kaputt. Es kommt zu einer Mitochondropathie, welche übrigens von den Müttern auf die Kinder vererbt werden kann. Und dabei können die Kinder andere Symptome haben als die Mutter.

 

Die Symptome einer Mitochondropathie können sehr unterschiedlich sein und man könnte hier seitenweise aufzählen. Hier eine kleine Auswahl der Symptome, die häufig in unserer Praxis vorkommen:

- Kopfschmerzen mit Ausstrahlung hinter und in die Augen

- verstopfte Nase

- Durchschlafstörungen

- Migräne

- Orthographiefehler

- Schnarchen

- trockene Augen/ Schleier vor den Augen

- Tinnitus

- Haarausfall

- Ekzeme

- Schuppenflechte

- Schweissausbrüche

- Anstrengungsasthma

- Geruchssinn-Einschränkung

- Niesattacken am Morgen

- Polypenbildung

- Nahrungsmittelunverträglichkeiten

- Starke Müdigkeit nach dem Essen

- Sodbrennen

- Zahnfleischentzündungen

- Zungenbrennen

- Darmentzündungen/ Reizdarm

- Blähungen

- Neigung zu Durchfällen

- Verstopfung

- Cholesterinerhöhung

- Zyklusunregelmässigkeiten

- Unfruchtbarkeit

- Endometriose

- Bandscheibenschäden

- Arthrosen

- Nacken-, Hinterhaupts-, Schulterschmerzen

- wechselnde Gelenkschmerzen in Schultern, Ellenbogen, Knie, Hüfte

- Allergien

- Autoimmunerkrankungen

etc.

 

Eine instabile Wirbelsäule (oder die der Mutter) kann also der Auslöser für Allergien und Nahrungsunverträglichkeiten sein. Und natürlich für viel schlimmere Dinge, wie oben beschrieben.

 

Quelle:

"Schwachstelle Genick" von Dr. Bodo Kuklinski und Dr. Anja Schemionek